Floyd

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Ich wurde am 26.01.1987 geboren als Sohn eines sehr begabten Tätowierers. Schon früh war ich sehr begeistert von der Zeichenkunst meines Vaters. Jedes Mal als mein Vater zeichnete, wollte ich das selbe Bild nachzeichnen. Da die Bilder von meinem Vater nahezu Perfekt waren, war ich mit meiner Arbeit nie wirklich zufrieden. Ich holte mir schon früh allerlei Tipps zum Zeichnen, doch konnte ich sie zu diesem Zeitpunkt nicht umsetzen. Mich faszinierte sehr das Dunkle und Geheimnisvolle an den Bildern von meinem Vater, eine Art Polarität in der das Düstere, Böse offensichtlich ist, und das Schöne und Liebe im Versteckten lauert. Die Zweideutigkeit dieser Bilder gefällt mir sehr. Am Anfang sah ich nichts Spezielles am Tätowieren, weil ich es in dem Alter noch nicht verstehen konnte. Als mir dann klar wurde was Tätowieren eigentlich ist, nämlich etwas ganz Magisches, ein Bild, eine Stimmung oder eine Erinnerung die für den Rest des Lebens unter die Haut gestochen wird. Ich war wie besessen von dem was mein Vater ausübt. Erst dort begriff ich auch wieso mein Vater solch eine Ruhe und Konzentration braucht, denn was er macht hält ein Leben lang. Mein Bruder der 1 1/2 Jahre älter ist, durfte auch teilweise Arbeiten die im Studio anfielen übernehmen. Ich war beleidigt, weil ich das nicht durfte. Schon damals sagte ich mir das will ich auch mal machen, und so kam es das mein Vater uns einen Kugelschreiber an eine Tattoomaschine befestigte, und ich und mein Bruder uns Wochen lang voll zeichneten. Genau genommen verbrachte ich die Hälfte meiner Kindheit im Tattoo-Studio, und konnte schon früh in die Tattoo-Szene ein sehen. Mein Bruder und ich waren auch bei fast jedem Tattoo-Event dabei. Einmal zeichnete mir mein Vater an einer Tattoo–Convention eine Tattoomaschine mit einem Tribal auf den Oberarm, jeder dachte weil ich ein Sohn eines Tätowierers bin, dass das Tattoo echt sei. Ich konnte sogar an der Verlosung vom „best of day“ mit machen. So kamen ein Duzend Fotographen, für die ich mein Tattoo präsentieren musste. Bis einer gefragt hatte ob das Tattoo echt sei. Ich antwortete natürlich mit „Nö“.
Floyd Varesi
Und so kam es das alle Fotographen enttäuscht mir den Rücken zuwanden. Im Alter von etwa 8 Jahren bedrängte ich meinen Vater Tag für Tag mit den Worten „Ich will ein Tattoo“. Anfangs den Sommerferien gab dann mein Vater endlich nach, er stach mir ohne Farbe ein ägyptisches Horusauge auf die linke Schulter. Ich war total stolz, endlich ein echtes Tattoo zu haben. Doch auch die Enttäuschung kam, als die Schule wieder an fing wollte ich Allen mein Tattoo zeigen, doch die Verheilung war so weit fortgeschritten das man nichts mehr erkennen konnte, und so glaubte mir niemand das ich tätowiert wurde. Im späteren Verlauf meines Lebens kam ich in die Pubertät so wurde auch die Schule anspruchsvoller und ich verbrachte weniger Zeit im Tattoo-Studio, auch zeichnete ich viel weniger. Doch wenn ich in der Schule zeichnen musste blühte ich auf. So kam es auch, dass ich wegen einer Zeichnung vom Religions- Unterricht verbannt wurde. Auch konnte ich immer mal wieder der Zeichnungs-Unterricht in der Schule führen. Für mich war damals schon klar das ich in die Berufswelt der Tätowierer einsteigen werde. So um das Jahr 2000 ging ich manchmal nach der Schule ins Studio um Motive zu zeichnen. Im Jahr 2002 schloss ich die Schule erfolgreich ab. Nach der Schule erlernte ich bei meinem Vater, die Kunst des Tätowierens, und seitdem arbeite ich als Tätowierer, Zeichner und Modelbemaler im gleichen Studio wie mein Vater.
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